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Metallbauer und Metallbearbeiter in Rotterdam

Magic Hands
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Am Montag, dem 28.03. 2011 reisten die Metallbauer und Metallbearbeiter 08 mit ihrem Ausbildungsmeister und Klassenlehrer nach Rotterdam und machten ein dreiwöchiges Auslandspraktikum im Rahmen eines Auszubildenden Austausches zwischen Holland und Deutschland (BAND) . Bevor es aber losging, war Überzeugungsarbeit und Planung angesagt. Die Schul – und Betriebsleitung wollte überzeugt werden, dass nicht zu viel Arbeit auf sie zukommen wird. Anträge mussten geschrieben werden, eine Partnerschule in Rotterdam sollte mitmachen. Eine Vorbereitungsreise war notwendig, um eine Werkstatt, Unterkunft und Ausbildungsgruppe zu finden. Ein Freizeit- und Kulturprogramm wurde organisiert. Nachdem auch die Finanzierung im Trockenen war, fehlten noch ein Auftrag und ein Auftraggeber. Es fand sich eine Sozialeinrichtung für psychisch Beeinträchtigte, die in Ihrem Garten einen Pavillon haben wollten. Jetzt glühten die Köpfe im Unterricht. Es wurde im Internet recherchiert. Entwürfe überprüft, abgewogen und wieder verworfen. Wir machten dem Auftraggeber Vorschläge und konnten uns auf ein Modell einigen. Nun wurden die Werkstoffe festgelegt, Materialmengen- und Kosten berechnet. Es wurden Fertigungsprozesse entwickelt und Vorrichtungen entworfen. Dann kam der von allen gefürchtete Niederländisch Sprachkurs. Er wurde dann ein Höhepunkt der Vorbereitung. Es hat allen Beteiligten viel Spaß gemacht, wir konnten zum Schluss viel verstehen und ein wenig sprechen. Der erste Sprachtest ergab sich in der Straßenbahn vom Rotterdamer Hauptbahnhof zum Hotel beim Fahrkarten Kauf - wir kamen im Hotel an. Nach der Begrüßung an unserem neuen Lern- und Arbeitsort dem Albeda College Oostzeedijk machten wir uns am nächsten Tag mit den Maschinen und den bestellten Materialien vertraut und fingen nach einer kurzen Werkstatteinweisung gleich an zu arbeiten. Der Pavillon sollte am Ende der zweiten Woche fertiggestellt sein, damit er in der dritten Woche noch verzinkt werden konnte. Also verlegten wir unser Kulturprogramm in die dritte Woche. Den Auszubildenden ging die Arbeit so gut und schnell von der Hand, dass der Ausruf eines holländischen Auszubildenden: „Da sind magic Hands im Spiel." schnell die Runde machte. Die Metaller konnten zeigen, was sie in ihrer Ausbildung gelernt haben, die Fertigstellung des Pavillons machte täglich Fortschritte. Viel Lob gab es von den Mitarbeitern des Colleges für unsere Auszubildenden, weil sie sehr motiviert und diszipliniert bei der Sache waren. Die Verständigung klappte immer besser, so dass Freundschaften geschlossen und Verabredungen für die Abende und Wochenenden getroffen wurden, denn es gab in Rotterdam viel zu erkunden. Unsere Zeitplanung funktionierte, und am Freitagabend der zweiten Woche war der Pavillon fertiggestellt und konnte zum Verzinken transportiert werden. In der dritten Woche machten wir Ausflüge und Besichtigungen. Wir fuhren nach Den Haag, besuchten ein Mühlenmuseum(Weltkulturerbe), besichtigten eine Werft und ein modernes Berufsausbildungszentrum für Metallberufe. Wir wurden von den Schülern eines Ausbildungsrestaurants zum Essen eingeladen und fuhren zu unserem Auftraggeber VTV Hordijkerveld , um die Aufstellung des Pavillons am nächsten und letzten Wochenende zu besprechen.

Am Freitag der dritten Woche wurde der Pavillon aus der Verzinkerei in unsere Werkstatt gebracht, und wir machten die finalen Arbeiten, die noch nötig waren. Nach einer Probeaufstellung wurden die Teile des Pavillons zu seinem Bestimmungsort gebracht. Am Nachmittag unseres letzten Tages in der Werkstatt, haben die Mitarbeiter und Auszubildenden vom Albeda College eine Abschiedsparty für uns ausgerichtet. Für alle ging die Zeit viel zu schnell vorbei, wir hätten uns eine Verlängerung gut vorstellen können. Unser Auftrag war aber noch nicht beendet, denn am nächsten Tag fuhren wir zum VTV Hordijkerveld und bauten, im Rahmen einer Gartenparty mit vielen Leuten aus dem Stadtteil, den Pavillon auf. Am Montag dem 18.04.2011 traten wir die Heimreise an.

MB/MBE 08

Walter Becker

Hier kann man das Ergebnis der Zusammenarbeit sehen und in niederländisch nachlesen. >>

Ein weiterer Bericht findet sich hier. >>

In einem Newsletter wird der Bau des Pavilions auch noch beschrieben.>>

 

Alle Fotos zu diesem Artikel mit freundlicher Genehmigung von Rainer Baaße (BBW-Hamburg)

 



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(Änderungsdatum: 26.06.11)